Einige Rezepte auf Wunsch meiner Gäste ...
Mit Zimmertemperatur als *Verdauerli* geeignet, auch fein: kalt als Aperitiv.
Es wird behauptet, dieser *Wein* wirke gemütsaufhellend!
4 Liter Rosé Wein (nicht den Billigsten!)
2,5 dl Trinkalkohol 90-95% (kostengünstig: Buongusto o.ä. aus Italien)
200-300 g Zucker (weiss), kann auch mehr sein - wenn jemand *es süss mag*
10-12 Hände voll (gut 1 Liter lose) Blüten des Moskateller-Salbei
Alles vermengen und in grosser klarer Flasche für 40 Tage an die Sonne stellen.
Danach seihen (filtrieren) und abfüllen. Hält sich lange, wenn nicht vorher schon weg!
Anschliessend in 8-10 Portionen trennen und auswallen und in der Bratpfanne oder auf einem entsprechenden Blech ziemlich heiss, beidseitig backen (2-5 Minuten).
Dazu kommen hier Rohschinken, Rucola und Stracchino (fliessender, säuerlicher Frischkäse). An Stelle von Stracchino kann auch ein Aufstrich aus Ricotta (Quark), Salz, Pfeffer, etwas Zitrone und Kräutern verwendet werden.
Innen tiefe Einschnitte ins Fleisch machen, Knoblauchzehen reinstecken, Innenraum gut salzen und pfeffern.
Gefüllt wird entweder nur mit Gewürzen oder zumeist auch den zerkleinerten Innereien: - reichlich Wildfenchel und Knoblauch (kurz überbrühen, Fenchel danach klein schneiden), Salz und Pfeffer, auch Rosmarin, Loorber, Chili - Kutteln und Darm nach kräftigem Waschen für 1 Stunde unter Essig legen, dann mit Herz, Lunge, Leber und Milz (in Stückchen) geschnitten für einige Minuten in Salzwasser kochen.
Spiess (Besenstiel) durch die Schnauze führen, den Braten "rollen" und zunähen mit Küchenschnur, auch die Enden gut verschliessen, mit Öl einstreichen.
Im Holz-Backofen (Spiess auf Böckchen, mit Saftpfanne drunter) immer mal wieder mit aufgefangener Flüssigkeit einstreichen - oder über Holzkohle garen (etwa die halbe Garzeit in Alu Folie eingewickelt, danach befeuchten mit Rotwein) Im sehr heissen Holzofen braucht ein Schwein von 40 kg Lebendgewicht etwa 3 Stunden, das 70 Kg Schwein etwa 4-5 Stunden zum Garen und sollte etwa eine Stunde abkühlen vor dem Mahl.
Gar-Kontrolle: ein Spiesschen einstechen, wenn es beim rausziehen trocken bleibt ist die Porchetta fertig gegart.
Für die Füllung:
reichlich Petersilie gehackt, Knoblauch gepresst nach Gusto = => zusammen zerkleinern
trockenes geriebenes Brot (Brosamen) gibt das Volumen
Salz, Pfeffer dazu und mit soviel Olivenöl vermengen, bis die Masse etwas zusammenhält.
Die Blätter der Artischocken auseinanderdröseln. Die Höhlung füllen, auch zwischen die Blätter einfüllen und mit der restlichen Masse vielleicht noch ein Deckelchen machen.
In ein Kochgerät stellen, mit 2/3 Wein und 1/3 Wasser knapp auffüllen, nicht überfluten.
Zugedeckt 1 Stunde leise kochen lassen, anschliessend etwa 30 Minuten ohne Deckel weiter köcheln, bis der Wein praktisch verdampft und eingedickt ist.
Varianten: Zu obiger Füllung kommt noch Pecorino und eine gesalzenen Sardelle.
Artischocken in Wasser und Zitronensaft zugedeckt für mindestens 30 Minuten köcheln lassen.
4 Personen, 1 Stunde Zubereitungszeit:
750 g Kartoffeln, mehlige Sorte wie Urgenta in der Schale weichkochen, heiss schälen und passieren, abkühlen lassen.
1 Ei (Extra-Klasse!) verklopfen,
50g geriebener Parmesan, 1 Prise Muskat, 1,5 Tl Salz, alles verrühren,
225-250 Mehl mit vermengen, der Teig sollte noch leicht feucht sein. Eine halbe Stunde im Kühlschrank zugedeckt ruhen lassen.
Danach Formen (*). Schwach gesalzenes Wasser in einer weiten Pfanne zum Kochen bringen und die Gnocchi portionenweise darin ziehen lassen. Wenn sie an die Oberfläche steigen sind sie gar.
Abtropfen und in vorgewärmter Schüssel warm halten.
Beliebige Sauce dazu, ich mach am liebsten folgendes:
1 Lage Gnocchi mit ausgelassenen Butter überpinseln, gehackter Rosmarin und Parmesan drüberstreuen, nächste Lage drüber ... (im Ofen warm halten).
Da kann eigentlich nichts schiefgehen (ausser wenn mensch -wie ich mal- das Mehl völlig vergisst, nix merkt und dann trotz allem und unter viel Mühe doch noch Gnocchi formt und kocht - vom Geschmack her warens die Besten in meiner Karriere - aber von der Arbeit her ... nie wieder ;=)).
*) Z.Bsp.: Auf etwas Mehl fingerdicke Würste rollen, mit der Gabel flachdrücken, in Stücke schneiden, gegen das Kleben noch etwas Mehl drüber streuen und auf die Pfanne warten lassen ... Wem die Hände gar zittern, der kann auch den Spritzsack und ein Messer nehmen und direkt in die Pfanne arbeiten.
Liebe G., W., P. und H.
Zu einem Geburtstag und dem Abschluss eurer schönen Italien-Rundreise habt Ihr euch etwas besonderes gewünscht. Das war es, was ich Euch anbieten durfte:
Aperitivo:
Biancello del Metauro (*) der
leichte Weisswein aus der Gegend mit
Pistazien,
Toast mit hausgemachter Leberpaté,
warme Oliven
Antipasto:
Rührei mit Waldreben-Spitzen,
frische Champignons mit Sauce aus Pinienkernen und Zitronenmelisse,
Raviolini mit Salbei in Butter.
Salat: Gentilina mit kleinen Tomaten und Borretsch Blüten.
Primo:
Lacrima di Morro d'Alba (**), ein eher rarer Rotwein aus der Nähe, "Kravättli"-Pasta mit Zucchini Sauce.
Secondo:
Lammkeule mit Gemüse im Ofen
Formaggi: verschiedene Grubenkäse mit Akazienhonig
*) Wegen diesem Wein sollen die Karthager unter Hasdrubal die Schlacht am Metauro verloren haben.
**) Laut Legende hatte schon Barbarossa 1167 bei der Belagerung von Ancona diesen Wein geschätzt.
4-5 Auberginen mehrmals mit Gabel einstechen und 1 1/2 Std bei mittlerer Hitze im Ofen grillen, abkühlen lassen, längs durchschneiden, "Fleisch" mit Löffel auslösen, zerkleinern, abtropfen lassen, ausdrücken.
2-3 reife Tomaten (auch Pelati aus Büchse), abtropfen lassen, ausdrücken.
1 kleine Zwiebel gerieben, 1 Esslöffel Petersilie, feingehackt Salz, Pfeffer dazu, alles pürieren, dann nach und nach abwechselnd zugeben: 150 g Olivenöl (~ nicht zu stark im Eigengeschmack...) und Saft von 1 Zitrone --> Dekorieren, kalt servieren